projekte - cyanotypiekollagen

cyanotypiekollagen

ich habe neulich nebenstehendes bild aus sieben einzelbildern gemacht.
es war mehr spaßeshalber, darum habe ich mich nicht sonderlich um einen gleichmäßigen abstand zum modell bemüht (was dann beim zusammenfügen zu eher ungünstigen übergängen zwischen den bildern geführt hat...).
jedenfalls lässt sich das imho durch einen gleichmäßigen kameraabstand und absolute parallelführung der kamera vermeiden.
glaube ich zumindest.
:)

procedere

der plan ist also folgender:
ein sehr gut stillhaltendes modell (vermutlich zur entlastung angelehnt) wird in 10-20 einzelbildern komplett abgelichtet.
kamera mal schräg, mal gerade, aber immer absolut parallel zum körper.
aus den einzelnen bildern werden auf folie A4-negative gemacht, die den körper mindestens im maßstab 1:1 abbilden werden.
(quasi zum mitrechnen: jedes einzelne bild hat sozusagen 8 megapixel, das ergibt insgesamt eine auflösung von... jede menge megapixeln - also ein in der größe SEHR detaillierte darstellung der einzelbilder).

entwickelt werden die negative als aneinandergesetzte cyanotypien (blaudrucke) auf mehreren, sich auch überschneidendende aneinandergesetzte bögen aquarellpapier.
ein beispiel in hoher auflösung für eine cyanotypie befindet sich im bereich downloads.

die cyanotypien werden dann noch in tee gebeizt (verändert das blau in braun).
das wird nie komplett gleichmäßig, daher werden interessante farbunterschiede zwischen den einzelnen aquarellbildern und innerhalb einzelner bildteile entstehen.

zum schluss werden sie aneinander passend auf einer großen metallplatte zusammengefügt.

voilá, großes bild.
:)

bildart/-inhalt

für die "testphase", also 2/3 anfangsversuche ist der arbeitsbereich quasi egal (mit klamotten, mit dessous, teilakt, akt, vorderseite, rückseite).
natürlich sollten die klaotten dann auch fein ausschauen, kleidchen bevorzugt.

langfristig geplant ist akt/teilakt mit verdecktem schambereich, mit erkennbarem gesicht (<--- wichtig: die bilder sollen eines schönen tages ausgestellt werden und da sollen keine mimositäten ob erkennbarkeit bestehen).
model-release-vertrag ist eine selbstverständlichkeit.

was ist für das modell dabei drin?

wie immer: ruhm und ehre.
darüber hinaus ist das shooting als solches ein reines tfp-projekt (time for prints), wobei in diesem fall "prints" heißt: die entstandenen bilder als RAW-dateien (für selbstbearbeitung), als bearbeitete jpgs (kann man dann auch in farbe digitalprints draus machen und selbst zusammenkleben) und natürlich einen mehrbild-cyanotypiedruck.
metallplatte muss selber besorgt werden.
(oder holzplatte geht sicher auch, sind auch einfacher in der größe zu haben)
Insgesamt sollen die drucke auf 10 limitiert werden, wovon einer an das modell geht, einer bei mir verbleibt und sich alles so fügt, wie ich es mir vorstelle, das bild gut wird und ein guter ausstellungsplatz gefunden wird, sollen die übrigen acht zu völlig frei erfundenen horrenden preisen verkauft werden, von denen das modell 10% anteil bekommt.
(vermutlich jedoch muss auch ich meine brötchen künftig mit arbeit verdienen und alles war eine hübsche idee...)

zurück zur "projektseite"